Ringethal

 

Ringethal ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Mittweida die im Landkreis Mittelsachsen liegt.

Der Ort wurde 1994 in die Stadt Mittweida eingemeindet.
 

Geschichte

 

Der Ort Ringethal wurde im Jahr 1217 erstmals urkundlich erwähnt. Die kleine Herrschaft
Ringethal entstand Ende des 12. Jahrhunderts.


Ursprünglich befand sich der Herrschaftssitz als Einsiedelei Ringethal auf einem Felssporn des
Arnsbergs. 1315 wurde die Burg Lewenhain (auch „Raubschloss Ringethal“ genannt) am Steilufer

der Zschopau gebaut. Später wurde der Herrschaftssitz ins Tal neben die bereits vorhandenen

Wirtschaftsgebäude verlagert, wo sich auch die Fliehburg im Inselteich befand.

 

1450 verlegten die Herren von Hain (auch: von Hahn/von Hayn genannt) ihren Wohnsitz endgültig
ins Tal und bauten die Wasserburg Ringethal am Ufer der Zschopau.
 

Im 14. Jahrhundert gehörten zur Grundherrschaft neben dem Rittersitz Ringethal die Orte Ringethal,
Falkenhain, Hermsdorf und Erlebach (bis 1606). Sie lag als zum Kreisamt Freiberg gehörige
Exklave zwischen den Ämtern Rochlitz und Nossen und war im Besitz verschiedener
Adelsfamilien.

 

Unter der Familie von Poigk wurde das Schloss im Jahr 1742 zu einem spätbarocken Schloss
um- und ausgebaut. Es bestand seitdem aus zwei Obergeschossen und Mansardendach.

 

1789 ging das Schloss von Christoph Friedrich von Flemming an die Freifrau von Racknitz

über. Von 1861 bis 1935 ist die Familie von Schroeter als Besitzer des Ringethaler Schlosses

verzeichnet. Unter Hermann von Schroeter entstand im Jahr 1861 die Weißthaler Brücke über
die Zschopau.

 

Nach Umbauten wurde das Objekt als Schule genutzt bis sie 1996 geschlossen wurde. Seitdem
besteht Leerstand. Ein Investor aus Nordrhein-Westfalen hatte vor es als Museum zu nutzen, ist
aber stillschweigend nach Jahren wieder abgetreten.

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